Joggen, Treppen steigen und in High Heels toll aussehen: Unsere Füße müssen einiges durchmachen. Allein beim Joggen lastet auf ihnen etwa das Fünffache unseres Körpergewichts. Crazy! Da ist eine wohltuende Fußpflege nach so einem anstrengenden Tag genau das Richtige. Aber damit die Füße auch schön aussehen, ist eine regelmäßige Pediküre ein Muss. Und zwar nicht nur im Sommer.
Nicht immer bleibt Zeit für einen Pediküre-Termin im Nagelstudio. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn mit den richtigen Utensilien und unserer 7-Schritte-Anleitung gelingt die perfekte Pediküre auch Zuhause!
Ein Fußbad ist die Grundlage einer jeden Pediküre. Es entspannt nicht nur, sondern bereitet die Füße optimal auf die nachfolgende Pediküre vor. Wie bei der Maniküre lässt sich ein Nagelbad wunderbar selbst zusammenstellen: Wasser und Milch im Verhältnis 1:1 mischen und die Füße fünf bis zehn Minuten darin baden. Oder noch einfacher: Die Füße in 37 Grad warmem Wasser einweichen. Nicht länger als zehn Minuten, da die Haut sonst zu schrumpelig für die Pediküre wird.
Wer regelmäßig Fußpeelings anwendet, reduziert die Hornhautbildung langfristig und kann sich das Hornhaut-Raspeln sparen. Hartnäckige Hornhaut kann man mit einem Bimsstein oder einer Sand- oder noch schonender einer Glasfeile entfernen. Unbedingt darauf achten, die Fersen immer in Richtung der Zehen zu feilen. Zu häufiges Entfernen der Hornhaut ist ebenfalls nicht zu empfehlen, da der natürliche Schutzmechanismus der Haut einsetzt und es so die Hornhautbildung fördern kann. Die Regel lautet: Nicht häufiger als alle 14 Tage!
Vorsicht: Mit der Feile nicht hin- und her reiben, da es die Haut nur unnötig aufraut. Und wer kein Pediküre-Profi ist, sollte unbedingt die Finger von Hornhauthobeln und –raspeln lassen, da die Verletzungsgefahr zu groß ist!
Nach dem Fußbad lässt sich die Nagelhaut ganz einfach mit einem Rosenholzstäbchen oder einem Nagelhautentferner zurückschieben, da die Nagelhaut durch das warme Wasser aufgeweicht wurde. Auf keinen Fall die Nagelhaut abschneiden, denn schon kleinste Verletzungen können sich entzünden.
Die Zehennägel mit Nagelknipser oder –schere auf die richtige Länge kürzen. Durch das Fußbad wurden auch die Nägel eingeweicht und lassen sich deshalb einfacher schneiden und splittern nicht. Die Fußnägel sollten mit dem Ende der Zehen abschließen und niemals abgerundet werden, da man dadurch riskiert, dass die Ecken in die Haut einwachsen. Zum Abschluss die Fußnägel und eventuelle Kanten mit einer Nagelfeile in Form bringen.
Damit die Fußnägel auch unlackiert gepflegt aussehen, kann man sie mit einer Polierfeile glätten und auf Hochglanz bringen. Übrigens hält der Nagellack auf einer glatten Oberfläche viel besser.
Wer häufiger eine Fußpflege zu Hause durchführt, sollte über ein professionelles Nagelpflege-Set nachdenken. Die elektrisch betriebenen Geräte enthalten verschiedene Aufsätze zum Kürzen, Feilen, Formen und Polieren.
Mit einem Base Coat beginnen, der die Nägel vor Verfärbungen schützt. Anschließend je nach Farbe ein bis zwei Schichten Farblack auftragen. Wichtig: Der Farblack muss etwa alle zwei Wochen entfernt werden. Wer eine neue Schicht einfach wieder drüberlackiert, kann damit Verfärbungen und trockene Nägel verursachen. Zum Abschluss einen Top Coat auftragen.
Wem das zu viel Aufwand ist, dem empfehlen wir Shellac. Der spezielle UV-Nagellack hält bis zu vier Wochen und kann genau wie normaler Lack zu Hause aufgetragen werden.
Wenn der Nagellack getrocknet ist, die Füße mit einer reichhaltigen Fußcreme einmassieren. Einige Fußpflegeprodukte enthalten spezielle Inhaltsstoffe, die Hornhautbildung, starkes Schwitzen oder Gerüche verhindern. Tipp: Die Creme einmassieren, Baumwollsöckchen drüberziehen und über Nacht einwirken lassen. Das Ergebnis sind streichelzarte Füße!