Gesund entwässern

Entwässerung: Wie der Körper Wassereinlagerungen verliert

Junge Frau trinkt Glas Wasser mit Zitronenscheibe. | © iStock | Eva-Katalin
Fakt ist: Wer ausreichend Wasser trinkt, verringert Wassereinlagerungen im Körper.
Foto: iStock | Eva-Katalin

Wenn der Wasserhaushalt des Körpers ins Ungleichgewicht gerät, kann es zu unangenehmen Wassereinlagerungen kommen. In den meisten Fällen wird dann zu einer Entwässerung geraten. Worauf dabei zu achten ist und welche Lebensmittel beim Entwässern unterstützend wirken können. 

Was sind Wassereinlagerungen?

Der menschliche Körper besteht in der Regel zu 50-65 Prozent aus Wasser. Die Höhe des Anteils wird beeinflusst durch Alter und Geschlecht. 

Befindet sich zu viel Wasser im Körper, spricht man von sogenannten Wassereinlagerungen (Ödeme). Dabei handelt es sich um Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, die zu sichtbaren Schwellungen bestimmter Partien des Körpers führen können. In den meisten Fällen sind von dem überschüssigen Wasser die Beine, Hände und Knöchel betroffen und wirken dadurch geschwollen und aufgeschwemmt. Haben Wassereinlagerungen eine harmlose Ursache aufgrund von Hormonschwankungen oder zu wenig Bewegung, kann das überschüssige Wasser mit Hilfe einer Entwässerung aus dem Körper gespült werden. Sind jedoch Krankheiten der Grund für einen aufgedunsenen Körper, sollte das Entwässern keinesfalls auf eigene Faust stattfinden. 

Mögliche Ursachen für Wassereinlagerungen

Wassereinlagerungen im Körper können verschiedene Ursachen haben. Oft entstehen sie durch die falsche Ernährung oder zu wenig Bewegung. Wer über den Tag hinweg viel sitzt oder steht, ohne sich zwischendurch zu bewegen, klagt meist über geschwollene Beine. Grund: Das Blut staut sich in den Beinen und Flüssigkeit kann in das Gewebe eindringen. Auch bei Hormonschwankungen wie beispielsweise während der Menstruation, einer Schwangerschaft oder den Wechseljahren kann es passieren, dass das Wasser im Körper nicht mehr richtig abtransportiert wird und sich anstaut. In diesen Fällen sind Ödeme meist unbedenklich und können mit Hilfe einer Entwässerung aus dem Körper gespült werden. 

Wassereinlagerungen können aber auch die Folge von Krankheiten, Übergewicht oder Medikamenten sein. In diesen Fällen sollte keinesfalls eine Entwässerung auf eigene Faust stattfinden. Eine Absprache mit einem Arzt unumgänglich.

Basische Lebensmittel im Überblick

Frau hält frischen Spinat in den Händen, auch Baby Leaf genannt | © iStock | knape

Entwässerung des Körpers: Das ist zu beachten

Das Ziel einer Entwässerung ist das Ausschwemmen von überschüssigem Wasser im Gewebe. Schafft der Körper es nicht von selbst, sich zu regulieren, kann ihm eine Entwässerung dabei helfen. 

Sind die Wassereinlagerungen auf gesundheitliche Gründe zurückzuführen, sollte der Körper keinesfalls ohne vorherige Absprache mit einem Arzt entwässert werden, da bei einer Entwässerung auch wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Calcium und Eisen aus dem Körper gespült werden. Während ein gesunder Mensch diesen Mangel ausgleichen kann, tut sich ein kranker Körper bei der Regulierung schwerer. Um den Mineralgehalt im Körper aufzubauen, können zum Beispiel Schüssler-Salze helfen.

Bei einer wirksamen Entwässerung spielt aber vor allem die richtige Ernährung eine große Rolle und kann durch sie auch unterstützt werden. Wasserhaltige sowie entgiftende Lebensmittel und viel Wasser stehen daher während der Entwässerngsphase auf dem Hauptprogramm. Auch ausreichend Bewegung sollte zur Tagesordnung gehören. Ob nun in Form eines ausgiebigen Spaziergangs, dem morgendlichen Sonnengruß oder einem Fitness-Workout, körperliche Bewegung ist für eine gesunde Entwässerung essenziell. Da die Ernährung während der Zeit jedoch eingeschränkt ist, weist jeder Körper unterschiedlich viel Energie auf. Es liegt also im eigenen Ermessen, wie viel man während dieser Zeit leisten kann. Selbstverständlich empfiehlt es sich, auf Alkohol, Koffein, Zucker und Speisesalz zu verzichten.

Welche Lebensmittel wirken entwässernd?

Für eine gute Entwässerung ist der richtige Speiseplan ausschlaggebend. Harntreibende Lebensmittel sollten hauptsächlich auf der Speisekarte stehen. Spargel, Artischoken und Knoblauch wirken extrem austreibend, ebenso wie unter anderem Möhren, Reis und Kartoffeln. Wichtig ist, dass die Gerichte ohne Zugabe von Salz eingenommen werden. Denn: Salz bindet die Flüssigkeit im Körper und wirkt so einer Entwässerung entgegen.

Hier ist eine Liste der Lebensmittel, die entwässernd wirken:

  • Artischocken

  • Brennnessel

  • Spargel

  • Fenchel

  • Kürbis

  • Möhren

  • Sauerkraut

  • Tomaten

  • Zucchini

  • Ananas

  • Johannisbeeren

  • Himbeeren

  • Kartoffeln

  • Reis

  • Ingwer

  • Basilikum

Entwässerung mit Kräutern unterstützen

Die Kräuter Brennnessel, Birke, Ackerschachtelhalm (Zinnkraut) und Löwenzahn wirken ebenfalls harntreibend und können bei einer Entwässerung unterstützend als Tee getrunken werden. Auch ein natürlicher Blasen- und Nierentee aus der Apotheke wirkt entwässernd. Wichtig ist nur, dass der Tee ungesüßt bleibt. Dann kann er in die tägliche Trinkmenge eingebaut werden.

Neben all den wassertreibenden Lebensmitteln und Kräutern steht bei der Entwässerung ein Punkt an vorderster Stelle: viel trinken! Je mehr Wasser man zu sich nimmt, desto einfacher fällt es dem Körper, die Wassereinlagerungen loszuwerden. Neben stillem Wasser und entwässernden Kräutertees wird im Ayurveda empfohlen, morgens auf leeren Magen langsam ein Glas heißes Wasser zu trinken. Das soll den Stoffwechsel in Gang bringen und dabei helfen, Giftstoffe aus dem Körper zu spülen.

Lebensmittel, die nicht in den Kühlschrank gehören

Frau begutachtet ihren Kühlschrank  | © iStock | gilaxia

Kann ich mit einer Entwässerung abnehmen? 

Vermehrt liest man, dass eine Entwässerung dabei hilft, schnell abzunehmen. Wer sein Traumgewicht aber nur mit der Entwässerungstechnik erreichen möchte, müssen wir an dieser Stelle leider enttäuschen. Zwar verliert der Körper während einer Entwässerung an Gewicht, jedoch handelt es sich dabei nicht um den ungewünschten Fettanteil. Lediglich das überschüssige Wasser wird ausgeschieden. Eine Entwässerung ist also nicht gleichzustellen mit einer Diät und sollte auch nicht deratig behandelt werden. 

Oft wird diese Technik von Bodybuildern und Hochleistungssportlern vor einem Wettkampf durchgeführt, um den Körper zu definieren und Wassereinlagerungen loszuwerden. Über fünf Tage hinweg werden fünf bis neun Liter Wasser getrunken und 24 Stunden vor dem Wettkampf komplett heruntergefahren. Um den gesundheitlichen Zustand jedoch nicht zu gefährden, sollte dieses extreme Entwässern stets von einem Arzt begleitet werden.

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