Welcher Stil passt zu mir?

Yoga: Der ultimative Guide mit Übungen & Yoga-Arten im Überblick

Junge Frauen beim Yoga | © iStock | Vasyl Dolmatov
Yoga entspannt, hält fit, kann Schmerzen und sogar Cellulite lindern.
Foto: iStock | Vasyl Dolmatov

Ob Stress abbauen, abnehmen, Schmerzen lindern oder das Bindegewebe straffen: Yoga stärkt Körper und Geist und ist mehr als einfach nur Sport. Für wen sich welcher Stil eignet und warum selbst Zweifler Yoga eine Chance geben sollten.

Yoga: Mehr als Sport

Vorbei die Zeiten, in denen nur eingefleischte Esoterik-Fans regelmäßig die Yogamatte ausrollen und mit dem Sonnengruß in den Tag starten. Yoga ist massentauglich geworden und die Vielzahl an Yoga-Arten hält für jeden Anspruch das Passende parat. Ob passionierte Fitnesscracks, die so richtig ins Schwitzen kommen wollen, körperbewusste Sportlerinnen, die etwas für ihre Beweglichkeit und das Bindegewebe tun wollen oder gestresste Businessfrauen auf der Suche nach Entspannung. Jeder kommt bei der Vielzahl an Yoga-Stilen auf seine Kosten.

Dennoch ist Yoga mehr als einfach nur Sport - denn es geht nicht nur um den Körper, auch der Geist soll gestärkt werden. So sind Stille, Innehalten und eine bewusste Körperwahrnehmung zentrale Komponenten des Yoga und die zahlreichen Asanas und Atemübungen bringen Körper und Geist in Einklang. Zu Zeiten in denen Dauerstress, Burnout und andere psychische Leiden Hochkonjunktur haben ist es also gar nicht so verwunderlich, dass Yoga immer mehr begeisterte Anhänger findet. 

Sonnengruß: Einfach erklärt

Junge Frau auf einem Steg übt den Sonnengruß. | © iStock | microgen

Hatha Yoga - Grundform aller Yoga Arten & perfekt für Einsteiger

Hatha Yoga ist eine der populärsten Yogaarten in Deutschland und eignet sich hervorragend für Yoga-Anfänger und körperlich weniger fitte Menschen, da es häufig in einer sanften und relaxten Form ausgeübt wird. Die Yoga Übungen werden langsam durchgeführt, lange gehalten und auch Atemübungen und Meditation prägen den Yoga-Stil. Für Einsteiger bietet diese Vorgehensweise perfekte Voraussetzungen, um sich mit den verschiedenen Yoga-Übungen - auch Asanas genannt - vertraut zu machen und die Grundlagen des Yogas kennenzulernen.

Ziel: Festigung des Gleichgewichtsinns (körperlich und innerlich), Atemkontrolle und Stärkung der Flexibilität der Muskeln.

Kundalini Yoga: Spirituelles Yoga

Kundalini Yoga gilt als das ursprünglichste Yoga. Es basiert auf den Lehren von Yogi Bhajan und der Fokus liegt auf dem geistigen und spirituellen Aspekt, auch Atemübungen spielen eine große Rolle. Darauf muss man sich einlassen können bzw. wollen - dann eignet es sich nahezu für jedermann, da es für jede Übung eine Variante anbieten kann. Ideal ist es für alle, die mehr Wert auf Durchhaltevermögen statt Dynamik setzen und sich für Spiritualität und die Kunst des richtigen Atmens interessieren. Passive und aktive Übungen wechseln sich ab. Die Übungen im Kundalini Yoga werden auch Kriyas genannt.

Ziel: Aktivierung der Kundalini Energie, die durch die sieben Chakren (Zentren des Bewusstseins) fließen und dadurch Glück, Gesundheit und ein erweitertes Bewusstsein bringen soll. 

Yoga-Übungen für Einsteiger und Fortgeschrittene

Yoga Übung Dreieck | © iStock | da-kuk

Ashtanga und Power Yoga: sportliche Herausforderung

Wer auch beim Yoga die körperliche Herausforderung sucht und sich so richtig auspower möchte, sollte sich an Ashtanga oder Power Yoga halten. Ashtanga gilt als die härteste aller Yoga-Formen. Die fließenden Übergänge von einer Übung in die andere machen diese Art des Yogas besonders dynamisch. Jeder Teilnehmer eines Kurses macht die Asanas in seiner eigenen Geschwindigkeit. Es gibt sechs Serien von festgelegten Yoga-Stellungen, die geübt werden. Die einzelnen Positionen sind immer eine perfekte Vorbereitung für die nachfolgende, wobei der Schwierigkeitsgrad von Serie zu Serie steigt. Auch Sprünge sind nicht selten, was den Puls ordentlich in die Höhe treibt. 

Ashtanga Yoga ist auch die Basis für das derzeit besonders beliebte Power Yoga. Hier wird jedoch die Reihenfolge der Asanas flexibel gestaltet.

Ziel: Kräftigung, Kondition und Lösen von Blockaden

Yoga: Asanas & Yoga-Arten im Überblick
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