Eifersucht kann eine Partnerschaft stark belasten. Viele zerbrechen sogar daran. Welche Arten des Beziehungskillers es gibt, erklären wir dir hier.
Paartherapeut Eric Hegmann erklärt auf seinem Instagram-Kanal, dass es insgesamt vier verschiedene Eifersuchtsformen gibt. Eine davon, die "Normale", haben wir alle schon einmal gespürt. Das ungute Gefühl, das Auftritt, wenn wir uns Sorgen machen, dass wir unsere Beziehung und Bindung, die wir langfristig aufrechterhalten wollen, verlieren könnten.
Personen, die etwa unter Verlustängsten leiden, in der Vergangenheit schon negative Erfahrungen (z.B. betrogen werden) gemacht haben und ähnliche, weisen öfter die misstrauische Form der Eifersucht auf. Hierbei spielt sich die vermeintliche Bedrohung für die Partnerschaft nur im Kopf ab, obwohl es in der Realität keinen "verdächtigen" Anlass dazu gibt.
Wie es der Name schon vermuten lässt, erklärt der Experte, dass diese Art der Eifersucht eine Reaktion ist. Nämlich auf eine tatsächliche Bedrohung der Beziehung und tiefen Bindung zum*r Partner*in. Sie kann etwa durch eine*n neue*n Kolleg*in oder attraktive, fremde Person im Club, der/die Interesse am/an der Partner*in zeigt, ausgelöst werden.
Im schlimmsten Fall kann Eifersucht auch zu einem Krankheitsbild werden. Das geschieht, wenn das Gefühl besonders stark, dauerhaft oder auch grundlos auftritt und ständig über die mögliche Untreue des*r Partner*in nachgedacht wird. Hinzukommt, dass dadurch das Leben der betroffenen Person sowie oft auch der*s Partner*in eingeschränkt wird, sie sich impulsiv oder grenzüberschreitend (z.B. heimlich Smartphone checken, Kontakte zu anderen verbieten) verhalten.
Wichtig: Eifersuchtsgefühle können auftreten. Dann solltest du sie jedoch nicht unterdrücken und vor sich hin brodeln lassen. Suche lieber ein ruhiges, konstruktives Gespräch mit deinem*r Partner*in, um sie aus der Welt zu schaffen. Gelingt euch das nicht, oder kommst du immer wieder an den Punkt, dass du stark eifersüchtig wirst, kann es helfen, die Hintergründe mit einem*r Therapeut*in oder Coach*in zu erforschen. Das erspart dir und deinem*r Partner*in zukünftig viel Stress und ihr könnt eure Zeit schöner verbringen.