Wir leben in einer Welt, in der von Frauen, aber auch von Männern, erwartet wird, dass sie sich um jeden kümmern, funktionieren und alles im Griff haben.
Um sich hinter all den Aufgabenpaketen nicht selbst aus den Augen zu verlieren, bewirkt gesunder Egoismus wahre Wunder für unsere Mental Health. Denn Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.
In diesen drei Situationen solltest du immer deine eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund stellen – ohne schlechtes Gewissen.
Kennst du das Gefühl, dass du einfach nicht „Nein“ sagen kannst, obwohl du eigentlich keine Zeit oder Energie hast? Ob im Job oder im Privatleben – es gibt immer Menschen, die mehr von dir erwarten, als du geben kannst. Mach dir bewusst: Jedes Mal, wenn du dich über deine Grenzen hinwegsetzt, zahlst du mit deiner mentalen Gesundheit.
Lerne deshalb, deine Grenzen klar zu kommunizieren. Ein einfaches „Ich kann das leider nicht übernehmen“ reicht oft aus. Dein Wohlbefinden ist genauso wichtig wie das der anderen.
Manchmal stecken wir so tief in unseren Rollen als Freundin, Partnerin, Tochter oder Kollegin, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse gar nicht mehr spüren.
Ich erinnere mich an eine Phase in meinem Leben, in der ich völlig unbewusst nach den Wünschen und Erwartungen anderer gelebt habe – und dabei selbst kaum noch wusste, was ich eigentlich wollte.
Die Lösung: Ich habe angefangen, bewusst Zeit für mich einzuplanen – und das solltest du auch tun, wenn du das Gefühl hast, dich selbst zu verlieren. Starte mit einem Abend allein mit deinem Lieblingsbuch oder einem Solo-Wochenende in den Bergen – solche Momente helfen dir, dich wieder mit dir selbst zu verbinden.
„Warum nimmst du denn jetzt eine Auszeit?“, „Musst du wirklich so viel Geld für dich ausgeben?“ – kommt dir das bekannt vor? Kein Wunder, denn es gibt viele Menschen, die eine Meinung zu unseren persönlichen Entscheidungen und Bedürfnissen haben. Doch Fakt ist: Nur du kannst wissen, was dir guttut.
Höre deshalb auf dein Bauchgefühl und erlaube dir, Entscheidungen ohne Rechtfertigung zu treffen. Ob Wellness-Wochenende, Netflix-Marathon oder eine teure Handtasche – wenn es dir hilft, dich wohlzufühlen, ist es genau das Richtige.
Sich selbst an erste Stelle zu setzen, bedeutet nicht, andere auszuschließen. Es bedeutet, mit sich selbst im Reinen zu sein, um auch für andere da sein zu können – ohne sich selbst zu verlieren. Es ist völlig ok und sogar notwendig mutig „Nein“ zu sagen, sich Zeit für sich zu nehmen und sich nicht für sein eigenes Glück zu rechtfertigen!
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Als ich gemerkt habe, mir wächst alles über den Kopf, habe ich meine Schwester in Mexiko besucht und meinen stressigen Alltag für eine Woche hinter mir gelassen. Immer wieder wurde ich ungläubig gefragt, ob ich mich denn nicht um meine Kinder kümmern müsse.
Meine Antwort: Natürlich – aber es gibt jemanden, der sich in dieser Zeit kümmert. Und ich nehme mir diese Auszeit, weil ich sie brauche – ganz ohne schlechtes Gewissen. Für das nächste Mal habe ich mir vorgenommen, mich dafür nicht einmal mehr rechtfertigen!
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